LV Mecklenburg-Vorpommern - MV im Ländervergleich

Staatsausgaben > Daten aus MV > MV im Ländervergleich
07.05.2010

MV im Ländervergleich

MV im Ländervergleich

Hat Mecklenburg-Vorpommern viel oder wenig Geld im Landeshaushalt zur Verfügung?

Damit wir die Einnahmen des Landes mit anderen Ländern vergleichen können, stellen wir in einem Modellhaushalt die Einnahmen von Mecklenburg-Vorpommern den durchschnittlichen Einnahmen der westlichen Flächenländer gegenüber.

Der Maßstab bzw. das Modell ergibt sich aus dem Einnahmen- bzw. Ausgabendurchschnitt der westlichen Flächenländer. Dieser Durchschnitt wird ermittelt, indem die Summe der Einnahmen bzw. Ausgaben aller westlichen Flächenländer geteilt wird durch die Summe aller Einwohner in den westlichen Flächenländern. Der so errechnete Einnahme- und Ausgabendurchschnitt je Einwohner wird mit der Einwohnerzahl von Mecklenburg-Vorpommern multipliziert. Das Ergebnis wird in dem Turm "Modellhaushalt" sichtbar.





















Man sieht: Mecklenburg-Vorpommern kann sich auf deutlich höhere reguläre Einnahmen stützen als seine westlichen Nachbarn. 2008 können wir mit regulären Einnahmen von 7,1 Mrd. Euro rechnen. Hätten wir nur das Niveau der vergleichbaren westlichen Flächenländer, wären wir auf lediglich 5,2 Mrd. Euro gekommen. Wir können uns also dank der Zuschüsse von Außen rund 2 Mrd. Euro höhere Ausgaben leisten als die westlichen Flächenländer.




















Auch die Ausgaben sind einwohnerbezogen deutlich höher als in vergleichbaren westdeutschen Flächenländern. Vor allem schlagen hier die hohen Investitionsausgaben für die Verbesserung der Infrastruktur zu Buche. Rund 800 Mio. Euro mehr geben wir hierfür aus. Weiterhin leistet Mecklenburg-Vorpommern deutlich höhere Zahlungen an die Kommunen, um deren noch vergleichsweise geringen eigenen Steuereinnahmen abzufedern. Und schließlich haben wir - wie in den anderen neuen Ländern auch - Lasten zu tragen, die in den westlichen Bundesländern überhaupt nicht oder nur in geringerem Umfang anfallen. Dabei handelt es sich um 'langlebige' Erbschaften der ehemaligen DDR. Insbesondere die Kosten für die Zusatzrentenversorgung der ehemaligen DDR, für die Regelung offener Vermögensfragen und für die hohe Arbeitslosigkeit im Land sind hier zu nennen.

Quelle: Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern

Suche
Staatsverschuldung in Mecklenburg-V.
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0